Greina in vier Tagen

Säumerpfade an der Grenze zwischen Graubünden und Tessin

Die Greina-Hochebene gilt als Geheimtip unter Wanderern und Naturfreunden. Die eindrückliche Landschaft, die Schlichtheit und eine schwer zu beschreibende Schönheit machen sie zu einem einmaligen Naturschauspiel. Jeder Tag, manchmal jede Stunde, „fühlt“ sich hier anders an. Lichtspiele, Nebelfetzen und Wolken, die verschiedenen Grün- und Grautöne verleihen der Greina eine eigenartige Mystik. Heute ist sie gleichsam Symbol des Widerstandes gegen die Überflutung von Landschaften beim Bau von Kraftwerken.

 

Der Greinapass wurde bereits während der Bronzezeit vor rund 4000 Jahren begangen. Für die Römer galt er, zusammen mit dem Lukmanierpass, als Durchgangs- und Handelsroute, und im Mittelalter wurde er als Saumpfad rege benutzt.

 

Die Vielfalt an Lebensräumen ist aussergewöhnlich und führte im Jahre 1996 zur Aufnahme der Greinaebene ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

 

Doch nicht die Hochebene der Greina allein macht das Besondere aus, und zudem steht sie als Schwemmebene und alpine Aue nicht alleine da. Es gibt in der näheren Umgebung weitere versumpfte Abschnitte mit mäandrierenden Bächen und der typischen Feuchtvegetation. Schon der Zugang ins Gebiet verspricht Spannung und Abwechslung, sei es durch die von Gletschern geprägten Bergtäler, die Wasserfälle, die farbenfrohe Alpenflora, die hellen und dunklen Gesteine usw. Besonders eindrücklich sind ebenso die geologischen Verhältnisse: Hier treffen sich uralte Gesteine des Gotthardmassivs mit helvetischen Sedimenten und teils stark metamorphosierten Tiefseesedimenten aus der Serie der Bündnerschiefer und Flysche. Unverkennbar sind die hellen Dolomite und Rauhwacken rund um den Greinapass, aber auch auf dem Anstieg vom Lukmanierpass und vom Pian Geirètt her.

 

Das durchwanderte Gebiet befindet sich innerhalb des geplanten Nationalparks Parc Adula, wovon die Greinaebene Teil der Kernzone sein wird.

 

Die viertägige Wanderung vom Lukmanierpass über den Passo di Gana Negra nach Campo Blenio, von Pian Geirètt über den Greinapass und den Crap la Crusch und durch die Greinaebene hinunter in die Val Sumvitg verspricht Abwechslung, Spannung, Beschaulichkeit und Natur pur abseits von der alltäglichen Hektik. Sie werden von einem erfahrenen Wanderleiter begleitet, welcher Ihnen die Naturschönheiten zeigt und erklärt und Sie an unvergesslichen Erlebnissen teilnehmen lässt.

Treffpunkt und Anreise

Strasse:

Lukmanier Passhöhe

Ort:

Hospezi Lucmagn

Kanton:

GR

Koordinaten:

704454 157808

Beschreibung:

Haltestelle Postauto Lukmanier Hospiz

Anreise öffentlich:

08:56 Abfahrt RhB Chur; 10:20 Abfahrt PostAuto Disentis/Mustér; 10:50 Ankunft PostAuto Lukmanierpass

Ziel und Rückreise

Strasse:

Bahnhof RhB

Ort:

Rabius

Kanton:

GR

Koordinaten:

716050 176822


Rückreise:

öffentlich

Rückreise öffentlich: 16:57 Abfahrt RhB Richtung Chur; 18:01 Ankunft RhB Chur

Anmeldung

Anmeldefrist:

19. Juli 2015

Teilnehmerzahl:

mind. 6

Kosten Erwachsene:

ab CHF 520

Kosten Kinder:

ab CHF 420

Kosten & Bezahlung:

Führung, 3 Übernachtungen/HP in Berghütten, 2 x Bus Alpin; Bezahlung bar vor Ort

Hinweise:

nicht inbegriffen: Getränke, Tourenlunch, Annullationskostenversicherung

Ausrüstung:

Bergwanderausrüstung; geeignetes Schuhwerk mit Profilsohlen, Seidenschlafsack

Versicherung:

Versicherung ist Sache der Teilnehmenden; REGA-Gönnermitgliedschaft empfohlen

Durchführung:

Auskunft durch Ruedi Zuber, Tel. 081 353 53 77 (079 302 64 29)

Kontakt

Wanderleiter/GeoGuide Sardona

Ruedi Zuber, Teuchelweg 2, 7000 Chur

ruedi.zuber[at]spin.ch

081 353 53 77

079 302 64 29

Diverses

Sponsoren:

Spezialpreis, mitfinanziert durch Parc Adula (geplanter Nationalpark)